Was Mode mit Landwirtschaft zu tun hat…

erstellt am: 27.09.2011 | von: Marlowe nature | Kategorie(n): Allgemeines

…oder: Green Fashion Show mit Naturmode  auf der BIOERLEBEN auf dem Hamburger Rathausmarkt.

Das war wirklich eine gelungene Veranstaltung! Unser großes Kompliment, besonders an Marina Friedt von “Ökomarkt Hamburg”, die bei so vieler und guter Organisation immer ruhig, freundlich und zugewandt geblieben ist.

Unsere Show hat sehr gut geklappt, was vor Allem daran lag, dass es dem Team so viel Spaß gemacht hat. Denn wir sind ja zwar  in allem Möglichen Profis: im Verkauf von Naturtextilien, Erstellen von Websites ;), einige von uns gar im Kindererziehen usw, aber nicht als Models und auch nicht im Choreographieren einer Fashion Show. Aber dennoch oder vielleicht gerade deshalb hat es so viel Spaß gemacht und ist so gut angekommen!

Unsere “Models” – sprich Mitarbeiterinen Töchter, Freundinnen – wurden im Vorwege mit Dr.Hauschka – Produkten geschminkt, das zumindest hat ein Profi gemacht, und auch die Technik lief super professionell, Licht und Musik klappte prima, so dass unsere Mode wunderbar in Szene gesetzt werden konnte. Etliche Zusdchauer haben sich gleich Lieblingsteile ausgekuckt: Der Kleiderrock von LANA wurde gleich reserviert. Er ist aber auch besonders schön! Ebenso die Pullis von FISHERMAN oder die KUYICHI Jeans. Viele wussten noch gar nicht, dass Naturtextilien mittlerweile so stylisch sind!

Was einigen auch Kopfzerbrechen machte, war die Frage:

Was hat Mode eigentlich mit Landwirtschaft zu tun und was hat Ökomode auf einem Biomarkt zu tun?

Das fragte mich dann zum Glück auch der Moderator auf der Bühne, als ich die Modenschau ansagen sollte, so dass ich den Zusammenhang dann gut hörbar für alle  Interessierten herstellen konnte:

Es scheint ja ähnlich zu sein wie mit den Milchpackungen, hinter denen das unaufgeklärte Kind keine Kuh mehr vermutet. Auch hinter den Textilien steht ja immer ein Rohstoff, der tatsächlich bei 50% aller Textilien auf dieser Welt die Baumwolle ist, und die ist ja bekanntermaßen ein landwirschaftliches Produkt.

Wenn man dann noch weiss, dass 25 Prozent aller Insektizide und Pestizide, die in der Landwirtschaft verwendet werden, auf den Baumwollfeldern landen und dass nur 3 Prozent der Weltagrarfläche für den Baumwollanbau genutzt wird, dann kann man eigentlich nur noch erschreckt darüber sein, welche Mengen an Gift auf diesen Feldern landen.

Und dann ist eigentlich auch klar, dass die Umwelt und auch die Gesundheit der Baumwollbauern nur eine Chance hat, wenn dort auf Bioanbau umgestellt wird. Das geht natürlich nur, wenn es hier einen Absatzmarkt für Biobaumwolle gibt, denn Europa ist der größte Baumwollabnehmer weltweit, direkt gefolgt von Asien.

Also müssen hier die neuen Märkte für Mode aus Biobaumwolle geschaffen werden, auch wenn Baumwolle kein Landwirtschaftsprodukt in unseren eigenen Breiten ist.

Nur wenn wir hier bei uns auf Produkte aus Biobaumwolle umsteigen, haben die Baumwollbauern in Asien, Afrika und Südamerika die Chance, auf Bioanbau umzusteigen und damit Grundwasser, Böden und ihre eigene Gesundheit zu schützen. Denn der Bedarf macht den Markt!

Hier geht es zu BIOERLEBEN und zum Film über den Markt mit unserer Green fashion Show: http://www.hamburg.bioerleben.de/

 

 

 

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