Hamburger Bürgermeister beim Guerilla Gardening?

erstellt am: 30.10.2011 | von: Marlowe nature | Kategorie(n): Allgemeines

Pflanztermin im Rahmen von  „Mein Baum – meine Stadt“

am Montag, dem 31. Oktober, um 14:30 im Grindelviertel

Rappstr. / Ecke Heinrich – Barth – Str.

mit Glühwein und Schnittchen

 

Der Erste Bürgermeister der Stadt Hamburg und die Umweltsenatorin
pflanzen Bäume zusammen mit “GRINDEL GOES GREEN”
Jeder ist herzlich eingeladen!

 

Tombola für “MeinBaum – MeineStadt” beim Grindelfest  in Hamburg im August und was daraus geworden ist

 

Seit April dieses Jahres haben sich fünf nachhaltig wirtschaftende Unternehmen aus dem Grindel zu “Grindel goes green” zusammengeschlossen. Diese Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, exemplarisch zu zeigen, dass es auch bzw. gerade für kleine Unternehmen möglich und sinnvoll ist, neben finanziellem auch ökologischen und sozialen Profit zu erwirtschaften. Deshalb haben wir schon auf der GoodGoods im Mai gemeinsam Werbung gemacht. Gerade als inhabergeführte Betriebe, die stark in diesem Viertel verwurzelt sind, möchten wir uns natürlich in unserer Nachbarschaft nützlich machen.
Auf dem Grindelfest am Sonntag, dem 21.8. zwischen 11°° und 17°° Uhr stellten wir uns als nachhaltige Unternehmen vor.

 

Um  allen Bewohnern des Grindels einen Nutzen zu bieten, unterstützen wir aktiv die Aktion “MeinBaum – MeineStadt”.
In unserem Quartier fehlen sechs Bäume und unser Ziel war es, die Finanzierung auf die Beine zu stellen. Wir verkauften Tombola-Lose für jeweils 5,– € und verlosten Gewinne aus unseren nachhaltigen Betrieben:
„The Very Essence „  stiftete einen Gutschein für Naturkosmetik im Wert von 50,– €,
die „Frauenfinanzgruppe“ (Suzanne Kazemieh) spendete Bücher und andere Sachpreise,
„Marlowe Nature – green fashion“  und „Paletti Naturwaren“ jeweils einen Gutschein für angesagte Naturtextilien im Wert von je 100,– €
„Holz & Farbe“ bot als Preis ökologische Wandfarben für 150,–€,
„Vollkornbäckerei Thomas Effenberger“ stiftete Gutscheine für Brote und Backwaren im Gesamtwert von über 700,–€
und „Thomas Becker – Atelier für Schmuck“ stiftete eine Kette aus naturfarbenen Diamanten (umweltschonender Abbau durch indigene Bewohner Alaskas) im Wert von 1.000,–€.
Die Frauenfinanzgruppe stifete als Preis außerdem einen Sparplan für ein Jahr mit 50 € mtl. in einem Ökofonds.

Wir hofften sehr, dass wir mit diesen ausgefallenen Ideen viele Festbesucher für unsere Baumaktion begeistern konnten. Wir wollten nämlich nicht einfach nur Geld spenden – das wäre das typische Sponsoring, losgelöst von den konkreten menschlichen Zusammenhängen. Viel sinnvoller finden wir den Ansatz, dass wir die Initiative ergreifen und als zusätzliche Motivation attraktive Gewinne stiften würden, um allen Nachbarn und den Besuchern des Grindelfestes eine eigene aktive Beteiligung zu ermöglichen – jeder nach den eigenen finanziellen Möglichkeiten.

So sind es nicht sechs Bäume von sechs Sponsoren, sondern sechs Bäume von 600 Loskäufern geworden.
Was für ein Gemeinschaftsgefühl!

Tatsächlich hat dann unsere  Initiative “GRINDEL GOES GREEN” 600 Tombolalose zum Preis von fünf Euro verkauft und so 3000 Euro für “Mein Baum – Meine Stadt” gesammelt. Die Stadt verdoppelte die Summe, so dass nun sechs Straßenbäume im Grindelviertel nachgepflanzt werden. “Besonders stolz ist ,GRINDEL GOES GREEN’ auf drei Thüringische Säulen-Ebereschen in der Rappstraße”, sagt dazu die Hamburger Umweltsenatorin Jutta Blankau zum Hamburger Abendblatt. Auch in Ottensen wurde schon kräftig gespendet. Dort mussten vor einigen Wochen die kranken Straßenbäume rund um den Spritzenplatz gefällt werden – zum großen Bedauern der Bewohner. Inzwischen sind für fast alle Leerstellen die erforderlichen 500 Euro für die Neupflanzung zusammen.

Ausserdem ist eingetreten, womit niemand so schnell gerechnet hat: Schon seit einigen Tagen ist die Summe von über 250.000 Euro Spendergeldern erreicht.

Damit können zu diesem Zeitpunkt rund 511 neue Straßenbäume zusätzlich gepflanzt werden, eingerechnet die Vorbereitung der Pflanzgrube, das Pflanzen selbst und die anschließende Pflege. Die Stadt geht zudem mit gutem Beispiel voran und zahlt im Jahr der Umwelthauptstadt noch einmal 2011 neue Bäume selbst.

Jutta Blankau: „Besser als mit ‘Mein Baum – meine Stadt‘ kann man die Bedeutung von städtischem Umweltschutz im Jahr der Umwelthauptstadt nicht deutlich machen. Die große Spendenbereitschaft zeigt, dass wir hier in Sachen Bürgerbeteiligung einen Nerv getroffen haben. Dazu kommt unser Anliegen, Umweltschutz mit sozialer Gerechtigkeit zu verbinden: Die Stadt pflanzt ausdrücklich überall dort Bäume nach, wo Einwohner kaum oder kein Geld für Baumspenden übrig haben. Dank der vielen Spenderrinnen und Spendern können wir jetzt – wenn das Wetter mitspielt – auf einen Schlag alle Lücken im Bestand der Straßenbäume schließen. Sollte es früh kalt werden, machen wir im nächsten Jahr weiter. Da noch weitere Standorte für Straßenbäume in der Prüfung sind, bitten wir bis zum Ende der Pflanzzeit um Spenden.“

(Quellen: Grindel.de, Hamburger Abendblatt, Hamburg.de)

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